Oh, ok. Reicht mir.
Dialogzeilen
Oh, ok. Reicht mir.
Bislang hat eine Freundin mir das Medikament besorgt. 'Ne Ärztin.
Laut offiziellen Informationen des Ministeriums gibt es bei uns keine Immundefiziterkrankungen. Alle sind kerngesund.
Ich bin mir jedoch fast sicher, dass man im Ministerium Wege finden kann, sich solche ausländischen Medikamente zu beschaffen.
Ich hör mich mal um.
Ah, Mann! Gut Sie zu sehen!
Sie arbeiten doch auch im Ministerium, oder?
Ja, sicher. Warum?
Also, ich hab' da eine Frage.
Sie erzählen das nicht weiter, ja?
Worum geht es denn?
Wem denn?
Kennen Sie Leute, die Medikamente verkaufen?
Ich bräuchte da nämlich eins. Ein spezielles.
Aber die ist verschwunden, letzten Monat ...
Warum können Sie die Medikamente nicht über offizielle Stellen beantragen?
Und wenn es eine Krankheit offiziell nicht gibt, werden natürlich auch keine Medikamente dafür zugelassen. Praktisch, oder?
Wie heißt das Medikament denn?
Es heißt Zidovudin.
Immundefizit? So wie dieses HIV? Das gibt es doch bei uns gar nicht. Das haben nur Homosexuelle und Haitianer.
Das ... ist so alles nicht ganz richtig.
Aber das muss Sie nicht interessieren.
Aber es ist teuer und schwer zu bekommen.
Weil es meine Krankheit nicht gibt.
Wichtig ist nur eins: Ich brauche dieses Medikament!
Ich bezahle es Ihnen natürlich und lege noch etwas für Ihre Mühen oben drauf.
Keine Sorge, Ich weiß ja nicht mal, worum es geht.
Wem sollte ich so etwas denn erzählen? Mir fiele da niemand ein.