Nein! Ich muss mich überhaupt nicht zusammenreißen!
Dialogzeilen
Nein! Ich muss mich überhaupt nicht zusammenreißen!
Hör mir zu, Kim!
Geht es dir gut?
Ach, wenn ich Probleme mache, bin ich plötzlich wichtig?
Ich sollte mir wohl öfter Ärger mit der Staatspolizei einhandeln.
Ach so.
Danke, Dad. Ich bin okay.
Immer diese Sprache!
Das ist gut zu wissen.
Manchmal glaube ich nämlich, dass ich meine Tochter schon verloren habe.
Erst die Drogen. Dann die Feinbein und jetzt die Demonstration mit diesen ... Männern.
Deine Mutter war ganz krank vor Sorgen.
Das kann ich mir nicht vorstellen, Dad.
Pionierleiterin Sabine Schwarz sorgt sich nicht um ihre Tochter.
Sabine Schwarz sorgt sich nur um sich selbst.
"Scheiß System", so etwas sagen Systemfeinde!
Wenn die Staatspolizei das hört, sind das alles Indizien, die dich belasten!
Tut mir leid, wenn ich nicht in deine Vorstellung einer perfekten Tochter passe, Dad.
Was denkst du dir?
War das Zufall?
So war es doch? Alles nur ein schlimmer, dummer Zufall?
... ja, klar, Dad. Alles nur ein Zufall.
Ich wollte ... Anglerzeug kaufen.
Ich ...
Das würdest du nicht verstehen, Dad.
Ich musste dahin. Auf die Demo gegen diesen scheiß Nonkonformitätsparagraphen ...
Das System versucht, Menschen zu etwas zu machen, was sie nicht sind.
Und das macht krank. Krank in der Seele.
Aber was ist denn so schwierig für diese Menschen, in der Öffentlichkeit einfach so zu tun, als wäre man nur befreundet?
Ich versteh das nicht, Kim.
Weil es eine Lüge ist, Dad!
Weil man immer eine Maske tragen muss, egal, mit wem man redet! Immer!
Nie darf einem ein Fehler passieren!
Das ist so, als würdest du überall, wo du hingehst, auf einem Hochseil laufen.
Ein einziger falscher Schritt und man stürzt ab.
Ich - äh ... so hat man es mir zumindest erklärt.
Du angelst?
Wie schön!
Aber pass' beim nächsten Mal bitte auf, dass du nicht wieder in so eine Demo gerätst, ja?
Dieses Mal konnte ich verhindern, dass du angeklagt wirst.
Beim nächsten Mal ist das vielleicht nicht so leicht.
Du bist so mitfühlend!
Halte dich fern!
Aber der Große Anführer hat kein Verständnis dafür.
Die müssen mit ihren Problemen selber fertig werden.
Wir haben selbst genug eigene Probleme.
Bitte lass dich in so etwas nicht noch einmal hineinziehen!
Nicht in dem Tonfall!
Bitte sei nicht so verstockt.
Mach die Augen auf, Dad.
Lass mich in Ruhe, Dad.
Du siehst nur, was du sehen willst.
Ach, Dad ...
Na klar, Dad. Was immer du sagst.
Es ist nicht meine Schuld. Dieses scheiß System ist schuld!
Wir wissen beide, dass das nirgendwo hinführt.
Wegen dir und diesem Bußgeld wäre ich beinahe ins Gefängnis gekommen!
Das kannst du doch nicht wollen!
Kim, du musst dich mehr zusammenreißen!
Sabine Schwarz ist immer okay.
...
So spricht man nicht über seine Mutter, Kim!
Du hörst mir jetzt zu, Kim! Das ist kein Spaß mehr!
Kim, ich will doch nur wissen, wie es dir geht.
Kim, so spricht man nicht über die Größte Union!
Oh, das beruhigt mich aber, Kim!
Was hast du dir dabei nur gedacht? Das ist doch kein normales Verhalten!
Du warst bestimmt nur zufällig auf diesem Aufmarsch, oder?
Oh! Ich wusste nicht, dass du angelst.
Wie schön, dass du einen neuen Zeitvertreib gefunden hast, Kim!
Du weißt, ich liebe deine soziale Ader, Kim.
Du solltest dich von diesen Männern fernhalten, Kim.
Kim, ich lasse so nicht mit mir reden. Nicht in dem Tonfall!
Kim, bitte sei doch nicht so verstockt. Wo soll das nur hinführen?