Ich habe Angst, Papa!
Dialogzeilen
Ich habe Angst, Papa!
Jetzt sag endlich. Was ängstigt dich?
Das glaube ich nicht.
Oh. Was denn?
So ein Typ stand lange am Fenster und hat rübergeschaut.
Und Alex auch nicht.
Ich glaube, er hat mich beobachtet.
Wir brauchen einen Plan, wie es weitergeht.
Du arbeitest doch im Ministerium. Können die nicht wenigstens dich schützen, Papa?
Es geht um dich.
Und ich glaube auch nicht, dass sie mitkommen würde.
Das hilft nicht.
Bist du sicher?
Diese Scheißer im Ministerium! Ich hasse sie!
Sie halten auch die Ordnung aufrecht ...
Hättest du mich nicht davor bewahrt ...
Schöne Ordnung ist das!
Bitte, lass uns fortgehen.
Bitte, bring mich hier weg. Lass uns irgendwohin gehen, wo wir frei sein können.
Weggehen? Einfach so?
Du darfst Mama davon nichts sagen.
...
Sie würde das nicht verstehen.
Kim, du täuschst dich.
Ach, Papa, du bist so ein guter Mensch. Aber du weißt auch, dass ich recht habe. Mama kann nicht anders.
Ich scheiß auf die!
Es ist nur ... es wird ihnen das Herz brechen, wenn wir weggehen.
Vielleicht hast du recht.
Ich glaube sogar, dass Mama und Alex ohne uns besser dran sind.
Wir bereiten denen doch bloß Sorgen.
Deine Mutter mag es hier.
Deine Mutter liebt dich.
Und wenn die kommen und dich hier finden, dann geht das schlimm aus. Für uns beide.
Und Alex auch.
Die versuchen einfach, dich zu zerstören.
Gut, ich schaue, was ich tun kann. Ich werde mal ein paar Leute fragen.
Aber einfach wird das nicht.
Ich konnte die Polizei einmal abwimmeln ... ein zweites Mal wird das nicht gelingen.
Ich weiß, danke, Paps!
Ja, einfach weg. Wir lassen diese Scheiße hinter uns!
Du bist ja ganz aufgelöst! Was hast du denn?
Vielleicht hast du recht.
Vermutlich ist es nichts ...
Die Ordnung, dass die da Oben an der Macht bleiben und wir hier Unten die Fresse halten müssen.
In der Wohnung gegenüber, da war was.
Ach! Seit dieser Polizist an die Tür gehämmert hat, schiebe ich einfach die totale Paranoia.
Ich will mir das nicht vorstellen.
In diesem System bleibt niemand anständig, Papa.
Nein. Es kann auch nur ein alter Knacker mit einem Spannerproblem gewesen sein.
Die Frage ist, ob sie uns genug lieben.
Aber ... was, wenn nicht?
Da gibt es auch anständige Leute.
Wenn er dich gemeldet hat, dann ...
Sag doch nicht so etwas, Kim.
Das war sicher ein Zufall.
... ich glaube, ich hätte mich umgebracht.
Ja, vielleicht hast du recht.
Und Alex - er ähnelt da deiner Mutter. Wir beide, du und ich, wir sind da anders.
Sicher nur ein Spanner. Und dann hat er vielleicht bei einer Sexhotline angerufen.
Ich weiß ja nicht genau, was sie in diesem Lager mit dir machen würden ...
Warte - er hat dich beobachtet und dann telefoniert?
Papa, ich sitze hier tagein, tagaus in der leeren Wohnung. Nicht mal Mama weiß, dass ich hier bin.
Ja, er hat zum Hörer gegriffen.
...
Das ist schlimm, oder?
Wir machen uns über die Grenze, ins Ausland, wo uns keiner kennt.
Möglicherweise, ja.
Alles, was die können, ist Menschen fertig machen.
Es geht um deine Sicherheit, Kim.
Wie lange soll das so bleiben?
Die haben mich schon einmal fast ins Gefängnis gesteckt.
Und die wären wahrscheinlich noch froh darüber gewesen.
Dieses Mal komme ich sicher nicht so gut davon.
Das ist verboten.
Legal wird es nicht gehen, das stimmt.
Es geht hier nicht um mich.
Ach was ... im Ministerium bist du auch schnell weg, wenn du einen Fehler machst.
Hat er wirklich dich beobachtet? Bist du sicher?
Kim, wenn wir mit deiner Mutter reden, sie wird verstehen, dass du hier weg musst und ...
Vielleicht hast du recht. Sabine liebt es hier. Sie zweifelt nie an den Entscheidungen der Regierung ...
Aber deine Mutter hängt so an ihrer Stelle in der Pionierleitung ...
Der hat sicher nur zufällig rausgeschaut, als du auch gerade am Fenster warst.
Aber Ausreisen ist verboten. Seit der Größten Reisereform dürfen nur noch Diplomaten ins Ausland.