Hier, ich habe die Akte über Kerstin H. gefunden.
Dialogzeilen
Hier, ich habe die Akte über Kerstin H. gefunden.
Oh, Sie Jahresendzeitfigur! Wie großartig! Geben Sie mal her.
Frau Henker, Kerstin, geboren am 13. Dezember ... ja, ja, das wissen wir ...
Ah, hier!
... verhaftet und verurteilt wegen der Verbreitung aufrührerischer Propaganda in auditiver Form ...
... lebenslängliche Verwahrung. Weiterführende Informationen finden Sie in der betreffenden Verwahrungsakte.
Aber ... das bedeutet ja ...
Kerstin lebt!
Sie scheinen sich ja gar nicht zu freuen?
Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll. Ob ich mich freuen darf!
Mochten Sie denn Kerstin?
Nun ja, eigentlich schon. Sie war immer sehr nett zu mir.
Im Gegensatz zu Kerstins Ehemann. Meinem Bruder.
Kerstin Henker ... Moment, wie heißt denn Ihr Bruder, Frau Beinert?
Wolf. Wolf Henker. Kennen Sie ihn etwa?
Wolf Henker ist einer meiner Mieter!
Sagen Sie bloß! Ich wusste gar nicht, dass er wieder in der Stadt ist!
Was für ein Zufall! Ich werde ihm gleich sagen, dass ich mit Ihnen zusammenarbeite.
Er interessiert sich nur noch für sich selbst und seinen absurden Kampf "gegen das System".
Warum denn nicht?
Wie Sie wünschen.
Bitte nehmen Sie das nicht persönlich, Herr Schwarz. Aber das geht Sie nichts an.
Ja, natürlich, Frau Beinert.
Aber ... wenn Sie ihm Kerstins Akte zeigen könnten.
Wenn er sieht, dass Kerstin noch lebt ... löst das vielleicht etwas in ihm aus.
Das können Sie sich sparen. Mein Bruder interessiert sich nicht für mich.
Wolf und ich haben schon lange keinen Kontakt mehr. Seit Kerstins Tod hat er sich sehr verändert.
Etwas Positives.
Das kann ich gerne tun. Dann behalte ich die Akte noch und zeige sie ihm, ja?
Das ist furchtbar nett, Herr Schwarz. Jetzt schulde ich Ihnen wirklich etwas.
Ich stricke Ihnen einen schönen Schal aus Katzenhaar, für den Winter. So einen kann man immer gebrauchen!
Das ist ... sehr nett von Ihnen, Frau Beinert.
Darf ich fragen, was zwischen Ihnen beiden vorgefallen ist?
Das klingt traurig, Frau Beinert.