Frank! Gut, dass du kommst. Ich muss dir dringend etwas zeigen!
Dialogzeilen
Frank! Gut, dass du kommst. Ich muss dir dringend etwas zeigen!
Ach ja? Ich wollte dich eigentlich etwas fragen ...
Das muss warten! Riechst du das?
Was ist das?
Erdbeer-Rhabarber-Kuchen. Früher hast du den immer so gerne gegessen.
Oh ja! Das ist mein Lieblingskuchen! Dass du das noch weißt ...
Ich bin froh, dass wir uns hier zufällig wieder begegnet sind. Und wir wohnen sogar Seite an Seite!
Für mich allein lohnt sich das Backen nicht. Aber jetzt bist du mit deiner Familie ja da!
Das ist wirklich nett von dir, Bullie!
Aber ich rede und rede. Wolltest du nicht auch etwas ansprechen?
Deine Arbeit im Ministerium ...
Ich muss weg!
Tust du da Leuten manchmal einen Gefallen?
Natürlich! Das ist ja das Schöne an meinem Beruf.Viele Leute sind mir äußerst dankbar.
Das kann ich mir vorstellen. Zeigen sich diese Leute vor Dankbarkeit dann auch erkenntlich?
Frank! Was soll denn diese Frage bitte?
Entschuldigung. Ich wollte nicht andeuten, dass du irgendwie ...
Aber Frank! Natürlich zeigen sich die Leute erkenntlich bei mir!
Gerne! Und ganz liebe Grüße an Sabine, ja?
Werde ich ausrichten.
Ach ja? Die Leute erwidern also die Gefälligkeiten, die du für sie tust?
Na klar! Erst neulich habe ich Chantalle, also der Chantalle Sieboldt, bei der Bearbeitung der Regeln des kleinen Grenzverkehrs geholfen.
Das ist ein bisschen kompliziert, weil man da die maximal und minimal erlaubten Mengen je Stunde errechnen muss.
Und die Chantalle hat es nicht so mit Zahlen. Und da habe ich ihr natürlich geholfen.
Natürlich. Und was musste dir die Chantalle im Gegenzug dafür geben?
Ach, die musste mir gar nichts geben. Aber sie hat mir etwas gegeben.
Aha! Und was war das?
Ein fantasisches Rezept für Forelle in Senfsoße. Ein Gedicht, sage ich dir!
Oh. Also kein Geld oder so?
Was? Nein, natürlich nicht.
Oder sexuelle Gefälligkeiten? Mir kannst du es doch sagen, du alter Schwerenöter!
Was? Frank, du Schwein! Was denkst du denn von mir?
Dir habe ich doch damals auch oft geholfen, weißt du noch? Damals im Archiv, als sie dich fast gefeuert hätten.
Ja das stimmt. Das war sehr nett von dir. Entschuldige die Frage, Bullie.
Vergessen und verziehen, Frank. War das alles? Das Essen riecht schon so knusprig, ich glaube, ich muss mal in den Herd schauen.
Das war alles. Vielen Dank für den Kuchen, Walter!
Keine Ursache! Grüße Sabine von mir, ja?
Ach, Moment! Da war doch noch etwas.
Diese beiden Musiker aus Wohnung 4 - Weinerts und Henker - findest du die nicht auch etwas merkwürdig?
Ich habe Chantalle geholfen, weil sie eine Kollegin ist!
Diese Jugend von heute! Ruiniert sich die Zukunft mit ihrer "Individualität".
Was denn? Nicht, dass dein Essen anbrennt!
Diese Kleidung und die Frisuren ... Die wirken so nonkonform.
Das stimmt.
Findest du?
Du als Hausverwalter solltest da mal unauffällig ein Auge drauf haben!
Man muss sie vor sich selbst schützen!
Meinst du wirklich, das könnte passieren?
Vorsicht ist besser als Nachsicht! Stell dir nur mal vor, in deren Wohnung wird etwas Illegales gefunden.
Es ist zu deiner eigenen Sicherheit, Frank! Ich möchte nicht, dass dir so etwas zustößt.
Na gut, wenn du meinst. Danke für den Tipp.
Nicht dass das plötzlich noch auf dich zurückfällt!
Dann wird man dir vorwerfen, du hättest deine Mieter nicht gut genug kontrolliert!
Du bist hier immerhin der Hausverwalter. Du trägst Verantwortung!
Sag mal Bullie, du arbeitest ja in einer hohen Position im Ministerium.
Ach, das ist nicht so wichtig. Danke für den Kuchen, Bullie!
Ja, die sind schon seltsam. Wie kommst du darauf?
Ach, sie sind halt ein bisschen anders. Wieso findest du sie merkwürdig?