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Frank, du musst jetzt sehr stark sein. Siehst du diesen Brief?

Dialogzeilen

Frank, du musst jetzt sehr stark sein. Siehst du diesen Brief?

Was soll das? Warum bekommen wir von der Sitte einen Brief?

Bitte beruhige dich. Versprich mir, erst nachzudenken und dann zu sprechen, ja?

Ich denke immer erst nach.

Versprochen.

Das Ministerium lässt Kim in ein Umerziehungslager bringen.

Warum denn das?

Das dürfen die nicht!

Offenbar ist sie ... man hat sie ... oh Frank, ich weiß es doch auch nicht.

Also, Kim ... sie wurde gesehen, wie sie in der Öffentlichkeit ...

Das Ministerium hat Kim auf dem Kieker - und uns damit auch.

Und vielleicht kann man sie im Umerziehungslager ja heilen.

Ich will mich aber aufregen! Wir reden über unsere Tochter!

Das kann nicht dein Ernst sein!

Wenn du meinst.

Ich denke seit Wochen an nichts anderes als an die Zukunft unserer Tochter.

Aber Kim hilft mir nicht dabei. Sie beansprucht für sich, dass sich die Gesellschaft ändern muss.

Anstatt das sie sich etwas Mühe gibt, sich zu integrieren.

Ich habe nur Angst davor, dass sie sich verändern könnte.

Ja und?

Oh ...

Warum hast du nichts gesagt? Wir hätten gemeinsam einen Plan machen können!

Und warum beim Großen Anführer soll sie abgeholt werden?

Aber ich werde wohl damit leben müssen, dass sie nicht mehr mit mir redet.

Frank, bitte sprich mit Kim. Du hast ein gutes Verhältnis zu ihr.

Ich weiß nicht ...

Ich spreche mit ihr.

Wir haben einfach keine Wahl. Das Ministerium holt sie bald ab.

Vielleicht kannst du sie überzeugen, dass das zu ihrem Besten ist.

Abteilung Verstöße gegen die gemeingesellschaftlichen Werte.

Wir würden ihr im Endeffekt ja damit sagen, dass sie nicht so sein darf, wie sie ist.

Aber sie darf nicht so sein, wie sie ist. Sie wird uns alle zerstören, wenn sie so weitermacht.

Danke, Schatz. Wir wollen doch alle nur das Beste für sie.

Vielleicht helfen wir ihr, ein glückliches, integriertes Leben zu führen.

Sabine, denke ich nicht immer erst nach, bevor ich spreche?

Vielleicht hast du recht - sie könnte professionelle Hilfe gebrauchen.

Ich weiß nicht, ob das wirklich der richtige Weg ist, Sabine ...