Ah Frank! Da bist du ja, ich wollte dich gerade fragen-
Dialogzeilen
Ah Frank! Da bist du ja, ich wollte dich gerade fragen-
Sabine, ich muss dir etwas sagen.
Was ist denn los, Frank? Du bist ja so blass.
Kim ist tot.
Aber wieso ... das kann doch gar nicht stimmen!
Das Umerziehungslager. Die haben angerufen.
Aber - ich verstehe nicht ...
Das würde Kim nicht tun ...
Man kann es nicht ausschließen.
Ich fürchte, das hat sie.
Sie ist aus dem Fenster gefallen. Es war ein Unfall!
Aber ... sie war ... sehr verzweifelt.
Aber Kim war so verzweifelt ...
Frank, heißt das, ich ... wir ... sind Schuld ... an Kims Tod?
Wie kann es denn zu so einem Unfall kommen? Das kann doch alles nicht sein!
War es falsch sie in dieses Lager zu schicken, Frank?
Wir haben das doch nur für sie getan, oder?
Wir haben das doch für ihre Zukunft getan! Damit es ihr Mal besser geht.
Ich wollte doch immer nur das Beste für Kim! Und jetzt ...
Niemand ist schuld.
Ich bin schuld.
Du bist schuld.
Wenn wir sie bloß nicht in dieses Lager geschickt hätten ...
Sie hat sich doch nicht ... hat sie sich etwas angetan?
Lieb, dass du das sagst, Frank. Aber wir wissen beide, dass das nicht stimmt.
Ich wollte uns alle schützen!
Ich habe geglaubt, dass Kim sich nicht anpassen wollte.
Vielleicht konnte sie es einfach nicht.
Und jetzt ist es zu spät.
Ja, jetzt ist es zu spät.
Vielleicht hast du recht.
Ich ... ich weiß nicht, wie ich damit weiterleben soll.
Das Leben ist, wie es ist. Wir müssen mit dem System klar kommen. Mit dem Staat ...
... und wir alle versuchen doch nur, irgendwie das Beste daraus zu machen.
Ich verstehe das immer noch nicht. Wie kann sie tot sein?
Sie hat mich um Hilfe gebeten. Ich hätte etwas tun müssen!
...
... ich auch nicht.
Frank, wenn das wieder eine Anwandlung deines seltsamen Humors ist-
Sabine.
Du ... du meinst das ernst.
Kim ist tot.
Wie soll sie denn tot sein, Frank? Sie ist doch so jung!
... wie ...?
Man kann das wohl nicht ausschließen.
... ich glaube nicht, dass das ein Unfall war.
Warum konntest du sie nicht einfach so akzeptieren, wie sie ist?
Ich dachte einfach nicht, dass sie so verzweifelt ist.
...
Du wolltest sie unbedingt in das Lager senden.
Du hast ihr ständig zu verstehen gegeben, dass sie es ist, die falsch ist!
Du und die Meinung der Nachbarn, der Kollegen, des Chefs ...
Alexander, Kim, dich ... und mich.
...
Das kann ich mir nicht vorstellen. Unsere Kim hätte sich doch niemals absichtlich etwas angetan!
Der Mann vom Lager sagt, Kim sei aus dem Fenster gefallen. Gestürzt.
Der Mann vom Lager sagt, Kim sei aus dem Fenster gefallen.
Sabine, wir können es nicht mehr ändern. Uns jetzt die Schuld zu geben hilft niemandem.
Mach dir keine Vorwürfe, Schatz. Ich hätte einschreiten müssen.
Du trägst die Schuld! Deine ständigen Mahnungen, das ewige Genörgel!